
Alexander Hilpert
Konsulat und Kunstfälschung an der Côte d’Azur. Der Fälscher Heinrich Schaeffer in Frankreich nach 1871
Mittwoch, 3. Juni 2026, 18:00 Uhr
Vortrag (dt.) im Rahmen des Institutskolloquiums des Historischen Seminars Heidelberg
Ende 1871, der deutsch-französische Krieg ist vorüber, in Nizza stellen Separatisten die neue Dritte Republik infrage. Der Künstler Heinrich Schaeffer (1837-1884), in Deutschland und Italien als Fälscher entlarvt, kommt an die Côte d’Azur und etabliert sich in der deutschen Auslandsgemeinde. Bald intrigiert er gegen den Konsul mit Verleumdungen und Meineiden. Den Touristen und den einheimischen Eliten verkauft er gefälschte Gemälde einer angeblichen Renaissance-Malerschule von Nizza. Nach seinem frühen Tod wird diese Geschichtsfälschung in der französischen Kunstgeschichte national umgedeutet und bis in die Gegenwart weitertradiert.
Der Historiker Dr. Alexander Hilpert stellt Ausschnitte aus seiner mit dem Dissertationspreis 2024 des DFHK ausgezeichneten Arbeit über die „transgressive“ Biografie Schaeffers vor. Dabei untersucht er, mit welchen Strategien Fälschungen in Kunst, Presse und vor Gericht in Deutschland und Frankreich beglaubigt wurden.
Eintrittspreis
Kostenlos
Veranstaltungsort
Hörsaal des Historischen Seminars
Heidelberg, 69117 Germany
Veranstalter / Kooperation(en)
Veranstalter / Kooperation(en)
Historisches Seminar der Universität Heidelberg
https://www.uni-heidelberg.de/fakultaeten/philosophie/zegk/histsem/index.html
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