
George Sand
Zum 150. Todestag am 8.6.2026
Dienstag, 14. April 2026, 19:00 Uhr
Vortrag von Barbara von Machui
Sie war die erste Frau, die die Geschlechtergrenzen verschob, öffentlich Männerkleidung und Stiefel trug, Zigarre und Pfeife rauchte, unter einem männlichen Pseudonym Karriere machte, viele berühmte Liebhaber hatte, öffentlich auch eine Frau liebte, die gegen die Einschränkungen in der Ehe kämpfte und für die freie Liebe. Sie war Frauenrechtlerin avant la lettre, Rousseau-Anhängerin, frühe Sozialistin, Muse der Revolution und Mutter der Armen, Männin und mütterliche Freundin. Ihr schönes Porträt hängt in der feministischen Ahnengalerie ikonographisch zwischen Madame de Staël, Colette, Virginia Wolf und Simone de Beauvoir. Der immer spöttische Heine nannte sie den „besten Schriftsteller“, den das „neue Frankreich“ hervorgebracht habe, für Flaubert, mit dem sie eine zärtliche Freundschaft verband, war sie sein „cher maître“ und bei ihrem Tod war er untröstlich. Sie war die erste Frau, die von ihrer Feder leben konnte, war auch gefragte Journalistin. Auch wenn ihr bester Roman vielleicht ihr Leben war – Histoire de ma vie – sind ihre Romane ganz zu Unrecht vor allem bei uns in Vergessenheit geraten. Das ändert sich gerade mit neuen Übersetzungen wie Nannon …
Eintrittspreis
8,00 € ermäßigt und dfk-Mitglieder 5,00 €
Veranstaltungsort
Alte Aula der Universität Heidelberg
Heidelberg, 69117 Deutschland